2 bis n auf einen Streich

Blogbeitrag #3 zur BARC-Studie "Cloudbasierte Planung und CPM"

In einem ersten Blogbeitrag haben wir festgestellt, dass in Bezug auf das Thema Cloud die Polemik dem Pragmatismus gewichen ist. In einem zweiten Blogbeitrag haben wir uns mit den Auswirkungen der Skalierbarkeit von Cloudlösungen befasst.

In diesem dritten von vier Blogbeiträgen zur BARC-Studie soll es um die Auswirkungen der Modernisierung der technischen Basis in der Cloud auf die Planungsanwendungen gehen.

von Martin Lehofer, Cubeware Partner Marketing

Direkt zum Download der Studie

Fromme Wünsche

Integrierte Planung, treiberbasierte Planung oder gar prädiktive Planungen sind eine tolle Sache. So etwas wie die Königsklasse der Planungen. Sie haben nicht nur ganz allgemein einen großen Einfluss auf die Effizenz der Unternehmensplanung. Sie verbessern insbesondere die Qualität der Planungen, ermöglichen Automatisierungen, reduzieren den Aufwand und die Durchlaufzeiten der Planungen. Darüber hinaus lassen sie sich überaus sinnvoll mit Reporting & Analyse, dem Forecasting und den operativen Planungen zu einem umfassenden Business Intelligence/Business Performance Management System auf einer ganzheitlichen Plattform integrieren.

 

Soweit so allgemein anerkannt. Wenn die Vorteile unbestritten sind, dann könnte man meinen, dass alle von diesen profitieren wollen und entsprechende Anwendungen bzw. Systeme betreiben. Wie die kürzlich veröffentlichte BARC Anwenderstudie „Cloud-basierte Planung und CPM“ herausgefunden hat ist dem jedoch bei weitem nicht so. Diese sogenannten modernen Planungsansätze haben nämlich ein paar Haken. Beispielsweise bedarf es einer ausgeprägten fachlichen Expertise um die Planungen inhaltlich zu gestalten.


Auch die Abhängigkeit der Fachabteilung von der IT hemmt den Implementierungsfortschritt/-begeisterung oft beträchtlich. Ist die Implementierung gestemmt, benötigt die Fachabteilung auch weiterhin immer wieder die IT, wenn es darum geht, Anpassungen vorzunehmen, Änderungen an Planungsprozessen umzusetzen, oder gar neue Planunganwendungen einzuführen. Auch hier hemmt die Abhängigkeit der Fachabteilung von der IT die Agilität der Fachabteilung und der Planung als gesamtes sich ständig veränderndes System.
Zusammen genommen sind sie schwierig und langwierig zu implementieren und weiterzuentwickeln. Daher stehen solche Systeme auf den Wunschlisten vieler der befragten Unternehmen – konsequent angewendet werden sie derzeit trotzdem noch überraschend selten. 

Eine Schere geht auf

Werden die Ergebnisse der Anwenderbefragung zwischen denjenigen die heute schon in der Cloud sind und denjenigen die ihre Systeme überwiegend On Premise betreiben unterschieden zeichnet sich ein differenzierteres Bild ab.
Die genannten Schwierigkeiten treffen in der Hauptsache auf die On Premise Systeme zu. Die Cloudanwender scheinen von den benutzerfreundlichen Anwendungsumgebungen in der Cloud (inklusive des Zugriffs über den Webbrowser), der verfügbaren Rechen- und Speicherleistung, der Unabhängigkeit von der IT bei Entwicklung und Betrieb, sowie bei der Fachlichkeit zu profitieren.

Cloud-basierte Plattformen sind heute sowohl für die Anwendungsentwickler in der Fachabteilung, als auch für die Anwender selbst was die Benutzerfreundlichkeit angeht das Maß der Dinge. Daraus ergibt sich neben der technischen Unabhängigkeit von der IT auch eine fachliche Unabhängigkeit, die in einer Zunehmenden Agilität der Fachabteilung niederschlägt, wenn es darum geht dynamische BI und CPM Systeme zu implementieren und weiterzuentwickeln. Daraus folgt auch, das Unternehmen die Cloud-basierte Plattformen nutzen viel eher technisch und vor allem fachlich in der Lage sind moderne Planungen wie die genannten integrierte Unternehmensplanung, die treiberbasierte Planungen oder prädiktive Planungen zum Einsatz zu bringen.

Im Fazit sind Cloud-basierte Systeme eine „enabling Technology“ die den Fachabteilungen sowohl technisch als auch insbesondere fachlich die Freiheit geben, agil Planungsanwendungen am Puls der Zeit selbständig umzusetzen. Unternehmen profitieren von bisher nicht gekannten Möglichkeiten der

  • Effizienzsteigerung bei Planungen
  • Automatisierung
  • Technische Unabhängigkeit der Fachabteilung
  • Fachlichen Agilität bei der Entwicklung und im Betrieb
  • Verfügbarkeit der technischen Ressourcen, die Voraussetzung für gewisse Anwendungen im Bereich der Advanced Analytics sind.

Was sich auch in den Ergebnissen den Anwenderbefragungen klar niederschlägt.

Es gibt also nicht den einen Grund der für die Cloud spricht, sondern je nach Unternehmen immer mehrere Einflussfaktoren auf die sich eine Cloudnutzung positiv auswirkt.

Im letzten Blogbeitrag der Serie gehen wir der Frage nach, mit welchen kostenbezogenen Erwartungshaltungen Unternehmen sich für eine Cloud-basierte Planung entscheiden.

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