Business Intelligence ist immer und überall

Dies ist ein Blogbeitrag einer kleinen Serie, in der wir uns als Cubeware mit der kürzlich von BARC veröffentlichten Studie einer Anwenderbefragung zum Thema „Die Zukunft des Reportings“ auseinandersetzen.

Business Intelligence ist immer und überall

Business Intelligence (BI) und Business Performance Management (BPM) sind keine statischen Konstrukte. Je mehr sich BI und BPM in Unternehmen etabliert und seine Funktion als Bereitstellung von Entscheidungsunterstützung ausfüllt, desto selbstbewusster gehen sowohl die Fachanwender als auch die Informationskonsumenten mit den Werkzeugen und den Informationen um. Damit verändern sich die Erwartungen und Anforderungen, die an BI und BPM gestellt werden. Je nach Aufgabengebiet und Rolle im Unternehmen sind diese Anforderungen und Erwartungen zunehmend ausdifferenzierter und führen zu einer komplexen Anforderungs- und Erwartungsmatrix. Zusätzlich treten weitere Nutzergruppen in den Fokus, je stärker sich eine datengetriebene Entscheidungskultur in Unternehmen etabliert. Das stellt BI und BPM vor neue Herausforderungen. Themenbereiche wie Data Governance und Agilität als vermeintliche Gegenpole treten in den Vordergrund. Ebenso führt der selbstbewusste Umgang mit Informationen dazu, dass die Forderung nach Flexibilität im Umgang mit den Informationen und insbesondere individuell bereitgestellter Entscheidungsunterstützung eine herausragende Bedeutung erlangen.


Ansätze in der Vergangenheit, die versucht haben auf diese Anforderungen zu reagieren, wie zum Beispiel, dass jeder Anwender mit allen Informationen bzw. Daten verfahren darf, wie es ihm angebracht erscheint (ungesteuertes Self-Service-BI) als Reaktion auf diese Forderungen, führen aber zu massiven Problemen mit der Data Governance und dem Umstand, dass sich jeder Nutzer seine eigene Wahrheit strickt.
Wie wird also der Spagat geschafft, den Anwendern individuell auf sie abgestimmte Informationen agil als Entscheidungsunterstützung an die Hand zu geben und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Data Governance gewahrt bleibt und es eine Wahrheit für alle im Unternehmen gibt?


Die kürzlich erschienene Studie der BARC zum Thema „Die Zukunft des Reportings“ gibt hier wertvolle Hinweise.

Komplementäre Informationskanäle

„One Size fits all“ gilt für die erfolgreiche Anwendung von Business Intelligence und Business Performance Management (BI/BPM) nicht mehr. Unternehmen müssen der zunehmenden Heterogenität und Ausdifferenzierung der Anforderungen Rechnung tragen und gleichzeitig die Data Governance wahren. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, dass sich die BI- und BPM-Rollen in Unternehmen verändern. Die Anzahl der zentral in Form von Berichten bereitgestellten Informationen wird abnehmen und im Gegenzug steigt die Bedeutung der Fachanwender in den Abteilungen als Bereitsteller von spezifischeren Inhalten zunehmend an. Die Anwender als Konsumenten der Entscheidungsunterstützung fordern nicht nur die Anpassung der bereitgestellten Informationen auf ihre Bedürfnisse, sondern auch eine Informationsdistribution, die sich an ihrem Benutzerverhalten orientiert. Das bedeutet, dass es nicht mehr reicht, Informationen ausschließlich über gedruckte Berichte oder statische elektronische Formate bereitzustellen, sondern, dass Benutzer die für sie relevanten Informationen in der jeweils bevorzugten Form und im konkreten Anlassfall aktiv anfordern und agil mit diesen Informationen umgehen wollen. Die Bedeutung von browserbasierten Frontends und BI-Apps nimmt daher rapide zu und ist das Mittel der Wahl, um Informationen zu konsumieren. Daraus ergeben sich Architekturen, die sowohl die zentrale Distribution von kritischen Informationen einschließen als auch dezentral erstellte Inhalte von Fachanwendern. Diese Informationen werden in diesen Architekturen über verschiedene Kanäle verteilt, die sich nach den Anforderungen der Informationsnutzern orientieren und komplementär bestehen. Ausdifferenzierten Berechtigungssystemen, die zentral regeln, wer welche Informationen erhält und wie die Nutzer mit diesen Informationen verfahren dürfen, kommt in solchen Architekturen besondere Bedeutung zu, um die Data Governance sicherzustellen.


Die Studie der BARC kommt ebenfalls zu diesem Schluss, wenn sie feststellt, dass die Vorreiter unter den befragten Unternehmen heute schon vier Verteilungskanäle für das Reporting benutzt und den Fachanwendern besondere Bedeutung bei der Erstellung von Inhalten zukommt.

 

Zusammengefasst ergibt sich aus der Studie das Bild, dass, um für die Zukunft des Reporting gerüstet zu sein, es unter anderem notwendig ist, Architekturen zu entwickeln, die sowohl den Anforderungen der datengetriebenen Unternehmenskultur hinsichtlich der Flexibilität und der Personalisierung Rechnung tragen, den Fachanwendern mehr Raum zur Erstellung von diesen Inhalten einräumt und gleichzeitig aber die Data Governance sicherstellt. Darüber hinaus soll die Informationsdistribution über möglichst viele unterschiedliche Kanäle erfolgen, um jeden Anwender dort zu erreichen, wo er die Entscheidungsunterstützung benötigt. 

Die Cubeware Solutions Platform als zentrale Stelle der Informationsdistribution

Wir verfolgen diesen Ansatz seit geraumer Zeit mit unserer Cubeware Solutions Platform (CSP). Die CSP versteht sich als zentrale Plattform für Business Intelligence und Performance Management, auf der insbesondere auch Fachanwender Unternehmens- und Benutzer-individuelle Anwendungen erstellen können, ohne dabei die zentrale Data Governance sowie die zentrale Definition und Bereitstellung von kritischen Kennzahlen (KPI) zu korrumpieren. Die Daten werden abgestimmt zur Verfügung gestellt und bilden den gemeinsam und allgemein akzeptierten Informations(be)stand für alle weiteren Schritte. Über ein individuelles Berechtigungssystem wird sichergestellt, dass die Endanwender gemäß Ihren Aufgaben und Rollen Zugriff auf Informationen erhalten. Die Fachanwender schlussendlich bereiten die Inhalte für die verschiedenen Nutzergruppen in Form von Anwendungen auf und stellen diese in weiterer Folge über die oder das ausgewählte Frontend den Anwendern zur Verfügung. Dabei macht es für die erstellten Inhalte keinen Unterschied, ob diese über einen klassischen Client, Web Cockpit 10, die Mobile BI-App oder über einen BI-Bot zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, Berichte völlig automatisiert und individualisiert per E-Mail zu verteilen oder diese auszudrucken. Der klassische Client, das browserbasierte Cockpit und die Mobile BI-Apps bieten darüber hinaus auch die Möglichkeit, Daten zu erfassen und diese zum Beispiel in Planungsanwendungen einfließen zu lassen. Die Entscheidung, wie agil die Anwender mit den bereitgestellten Informationen umgehen sollen, treffen die Fachanwender abhängig von den Inhalten und Aufgabenstellungen der Konsumenten. 

Cubeware unterstützt somit aktiv die Ausgestaltung von Reporting-Anwendungen in Unternehmen und bietet darüber hinaus im Rahmen der CSP auch Möglichkeiten zur Aufbereitung der Daten hin bis zu Advanced-Analytics-Anwendungen.

In einem weiteren Beitrag zu der BARC-Studie „Die Zukunft des Reportings“ werden wir uns mit der im Rahmen eines zeitgemäßen Reportings signifikant steigenden Bedeutung der Fachanwender und der damit verbundenen notwendigen Ausrichtung der BI-Werkzeuge an ihnen beschäftigen.

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