Dies ist der zweite Blogeintrag unserer Serie zu der kürzlich von BARC veröffentlichten Studie zu einer Anwenderbefragung zum Thema „Die Zukunft des Reportings“ .

In einem anderen Blogbeitrag dieser Serie haben wir bereits angerissen, dass den Fachanwendern zunehmend die wesentliche Rolle innerhalb der BI-Organisation zukommt. 

Der BI-Fachanwender als Schlüsselelement

Es wurden und werden im Rahmen von Business-Intelligence-(BI-) und Performance-Management-(PM-)Lösungen vielfach Informationen zentral verwaltet und bereitgestellt, um die Data Governance und den „Single Point of Truth“ abzusichern. Das ist einerseits nach wie vor überaus wichtig, um sicherzustellen, dass es einen einheitlich abgestimmten Daten- und Informationsbestand im Unternehmen gibt und nicht individuelle „Wahrheiten“ Einzug halten, die jeden Nutzen von BI und PM zunichtemachen, weil jede Information beliebig wird. Andererseits ergeben sich aus diesen Anforderungen heraus allzu oft hermetische Systeme, die zum einen viele Mitarbeiter, die von den Informationen als Entscheidungsunterstützung profitieren könnten, ausschließen und zum anderen, derartige Systeme wiederum starr und restriktiv machen und sie so ihre Nutzenpotentiale nicht entfalten können.

Das führt laut der BARC Studie „Die Zukunft des Reportings“ zu der Situation, dass die bereitgestellten Informationen von Seiten der Anwender als wenig hilfreich bei der Entscheidungsfindung und wenig benutzerfreundlich wahrgenommen werden. Dabei sind in dieser Betrachtung all jene außen vor, die auf Grund des strikten zentralen Ansatzes von Business-Intelligence- und Performance-Management-Lösungen noch gar keinen Zugriff auf Informationen aus diesen Anwendungen bekommen haben. Der gegenläufige Ansatz, die Data Goverance außer Acht zu lassen und allen Anwendern ungefilterten Zugriff auf alle Daten zu gewähren (ungeführtes Self-Service-BI) hat sich jedoch auch nicht nachhaltig bewährt, da damit plötzlich jeder Anwender seine eigenen Wahrheiten generieren konnte.

Wie also kann sichergestellt werden, dass sowohl die Bedürfnisse und Anforderungen der Anwender als auch jener der Unternehmen an eine konsequente Ausrichtung an der Data Governance berücksichtigt werden?

Wie kann dieser scheinbare Widerspruch aus der Informationsrelevanz und den heterogenen Anforderungen und Fähigkeiten der verschiedenen potentiellen Nutzergruppen aufgelöst werden?

Auch hier gibt die bereits erwähnte BARC-Studie wertvolle Hinweise.

 

Konsequente Ausrichtung der Werkzeuge an den Anforderungen der Fachanwender!

Das bedeutet, dass die Benutzerfreundlichkeit zum einen und die Informationskanäle zum anderen, neben den fachlichen Inhalten, im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Die Werkzeuge müssen für die Fachanwender einfach zu bedienen sein, das heißt in anderen Worten oft – codefrei – sein. Die Fachanwender müssen in der Lage sein, aus dem vorliegenden, abgestimmten Datenbestand, selbständig und schnell, Informationen und Erkenntnisse gewinnen zu können. Darüber hinaus bedeutet die konsequente Ausrichtung an den Fachanwendern auch, dass Informationskanäle zur Verfügung gestellt werden, welche die Fachanwender dort erreichen, wo sie sich mit Ihren Anforderungen und Fähigkeiten befinden. Ein starres Wochenreporting als PDF kann in diesem Zusammenhang (ohne, dass es für gewisse Nutzergruppen an Relevanz verlieren würde) nicht das alleinige Mittel der Informationsdistribution sein.

Wie aus der Befragung im Rahmen der Studie hervorgeht, ist das Top-Thema in diesem Zusammenhang die Verfügbarmachung von Inhalten auf mobilen Endgeräten. Gleichzeitig muss aber darauf geachtet werden, dass keine hermetischen Informationssilos entstehen, sondern die Informationen konsistent über alle Informationskanäle wie Full Client, Web-Client, Mobile-Client oder auch BI-Bot distribuiert werden.

Hier bietet die Cubeware Solutions Platform (CSP) mit ihrer Fähigkeit, einmal erstellte Berichte über alle genannten Frontend-Typen zugänglich zu machen, einen Ansatz, der die Unternehmen befähigt, den oben genannten Spagat zwischen der Sicherstellung einer einzigen Wahrheit und den heterogenen Anforderungen der verschiedenen Benutzergruppen zu bewältigen. Über den klassischen Full Client und den Web-Client können die Berichte, ob zur reinen Information oder auch zur Eingabe von Daten durch den Nutzer, entwickelt und erstellt werden. Der Zugriff erfolgt dann für jeden Anwender abgestimmt auf seine Aufgaben und Fähigkeiten über den Full Client, über den Web-Client und/oder über mobile Geräte in Form der Cubeware Mobile BI-App und des Cubeware BI-Bots “Snack”.

Advanced Analytics als wesentliche Komponente

Ein zweiter Aspekt der Ergebnisse der Befragung im Rahmen der Studie ist der Wunsch nach Unterstützung durch Machine Learning bei der Muster- und Ausreißererkennung. Hier unterstützt das neue Modul Cubeware Advance  die Unternehmen und die Fachanwender. Basierend auf der IBM Software SPSS Modeller Professional, steht mit Cubeware Advance ein Werkzeug zur Verfügung, das genau auf diese Aufgabenstellung abgestimmt ist und die Integration von vorhersagenden Analysen für alle Anwender ermöglicht.

Dabei profitiert Cubeware Advance massiv von der Cubeware Solutions Platform im Sinne der Verfügbarmachung der gewonnenen Informationen für alle Nutzergruppen gemäß ihren Aufgabenstellungen. Der besondere Clou bei dieser Kombination ist, dass alle Nutzer die Möglichkeit bekommen, vorhersagende Analysen über die verschiedenen Frontendtypen zu parametrisieren und auszuführen. Somit wird aus den vorhersagenden Analysen ein agiles und flexibles Werkzeug, dass vielen Anwendern die Entscheidungsunterstützung liefert, die sie in der gerade aktuellen Situation benötigen.

Obwohl viele flexible Wege zur Verfügung stehen, Informationen zu den Anwendern zu bringen, werden diese mit der Cubeware Solutions Platform nicht allein gelassen, sondern die Data Governance, die Unternehmenswahrheit bleibt über alle Kanäle abgesichert (Managed Self-service BI). Gleichzeitig finden die Fachanwender flexible und benutzerfreundliche Werkzeuge vor, die sie befähigen ihre Aufgaben effizient und nutzbringend zu erledigen.

In einem weiteren Blogbeitrag werden wir uns mit den Ergebnissen der Studie im Kontext des Datenmanagements befassen.

 

Blogbeitrag 1     Blogbeitrag 3

Ihre Daten
* Pflichtfeld