Wer hat Angst vor der Cloud?

Blogbeitrag #1 zur BARC-Studie "Cloudbasierte Planung und CPM"

In diesem ersten von vier Blogbeiträgen die sich mit den Ergebnissen der BARC-Studie befassen, setzen wir uns mit den Veränderungen in der Akzeptanz der Cloud im Kontext von Planungsanwendungen auseinander.

von Martin Lehofer, Cubeware Partner Marketing

Direkt zum Download der Studie

"Die Cloud kommt"

 

„Die Cloud kommt“ ist der einhellige Tenor der Spezialisten. Als zugezogener Berliner möchte man da gerne antworten: „Der Wedding kommt auch schon seit mehr als 10 Jahren.“

So oder so ähnlich könnte man die Aussagen der kürzlich veröffentlichten BARC Studie „Cloudbasierte Planung und CPM“ zum Thema der Akzeptanz der Cloud in Deutschland zusammenfassen.

Dass die Sache sich dann doch nicht ganz so einfach auf einen schmissigen Einzeiler zusammenfassen lässt, überrascht die wenigsten.  
Vielmehr ist es nach wie vor so, dass IT-Lösungen nach wie vor vorwiegend On-Premise – also auf der Unternehmenseigenen IT-Infrastruktur – implementiert werden. Die Zahl der orthodoxen On-Premise-Jünger schrumpft jedoch fast so schnell wie die Mitgliederzahlen der katholischen Kirche. Pragmatismus macht sich breit und bestimmt zunehmend den Umgang mit dem Thema Cloud im Allgemeinen und Cloudbasierten Planungs- und CPM-Anwendungen im Speziellen.

Fast alle Unternehmen geben an, dass sie auf die eine oder andere Weise schon mit der Cloud in Berührung gekommen sind und das Abendland noch immer nicht untergegangen ist. Im Gegenteil, es wird von überwiegend positiven Erfahrungen berichtet. Die Gründe, wie die Teilnehmer der Studie in Berührung mit der Cloud gekommen sind, sind dabei sehr unterschiedlich, das reicht vom mehr oder weniger sanften Druck durch Anbieter, die eine strikte „Cloud only“ Strategie verfolgen hin bis zu privaten Erfahrungen, welche die Skepsis gegenüber cloudbasierten Anwendungen dahinschmelzen lassen.

Diese zunehmende Offenheit gegenüber cloudbasierten Anwendungen führt dazu, dass heute bei jeder Neuimplementierung gemäß den Studienergebnissen genau geprüft wird, ob eine cloudbasierte Implementierung im Verhältnis zur On-Premise-Implementierung eine sinnvolle Alternative ist. Dabei stellt die Studie fest, dass das Ergebnis immer öfter zu Gunsten einer cloudbasierten Implementierung ausfällt.

Die Gründe sind auch hierfür vielschichtig, stehen allerdings oft im Zusammenhang mit den on-Premise verfügbaren IT-Ressourcen und den damit verbunden Kosten. Ein weiterer relevanter Faktor ist, ob es bereits andere Anwendungen im Unternehmen gibt, die in der Cloud betrieben werden bzw. aus der Cloud zur Verfügung gestellt werden.

"Never touch a running system"

Planungs- und CPM-Anwendungen hinken hier dem allgemeinen Trend etwas hinterher, was oft mit der Sensibilität der Daten begründet wird. Aber auch hier zeichnet sich der oben beschriebene Wandel ab.
Dabei ist aktuell der Veränderungsdruck noch nicht sehr stark, wie die Ergebnisse der Studie darlegen. Bestehende Anwendungen laufen zufriedenstellend und solange sich dies nicht ändert, weil zum Beispiel neue Anforderungen umgesetzt werden müssen oder anderweitig größerer Umbauarbeiten anstehen, belässt man alles wie es ist.
Wenn sich Unternehmen entschließen in die Cloud zu gehen, dann meist in einem größeren Kontext und aus mehreren Gründen. Mit den BI und CPM Anwendungen ist es nicht anders. So lange es keinen zwingenden Grund gibt daran etwas zu ändern, passiert auch nichts.

Ist es dann doch soweit, dass ein Umzug ansteht, werden nicht nur einzelne Anwendungen wie eine Unternehmensplanung in die Cloud transferiert, sondern die komplette BI und CPM Infrastruktur. Zum Beispiel die Cubeware Solutions Platform als Gesamtes. Es erscheint den wenigsten Unternehmen sinnvoll etwa die Planung von anderen Anwendungen wie dem Reporting zu entkoppeln und in unterschiedlichen Umgebungen zu betreiben. Dabei würden die Performance und die Zugänglichkeit der Systeme durch die Trennung leiden und hermetische Datensilos geschaffen werden. Zu guter Letzt befeuert die explorative Analytik a.k.a. Advanced Analytics die Cloud-Nutzung, da hier insbesondere die einfach skalierbare Rechenleistung ganz klar, die relativ statischen On-Premise-Rechenkapazitäten übertrumpfen und externe Datenquellen oft nur in der Cloud zur Verfügung stehen.

Pragmatismus kommt - Wedding nicht

Zusammengefasst lassen die Studienergebnisse den Schluss zu, dass bezogen auf das Thema der Cloudnutzung der Pragmatismus die Polemik abgelöst hat.
Der Wedding wird vielleicht nie ganz kommen (die Weddinger mögen mir das bitte verzeihen), die Cloud klopft aber mit zunehmender Vehemenz an die Vordertüre und hat sich gleichzeitig schon längst durch die Hintertür in die Küche geschlichen.

Im nächsten Blogbeitrag werden die Skalierungs-Aspekte von Cloudlösungen ins Auge gefasst. Bleiben Sie gespannt.

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